Brüche im Kontinuum
„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ – (Heraklit) –
Die Verpflichtung auf den Augenblick bestimmt einen traumatischen Aspekt der modernen Zeiterfahrung. In Anbetracht der tradierten Sozialisation rechnen wir mit einem kontinuierlichen Fluss der Zeit von der Vergangenheit in die Zukunft. Doch die Lebenserfahrung belehrt uns eines besseren. Jede Gegenwart bedeutet einen Bruch mit der vorgeblichen Kontinuität, denn sie bringt Ereignisse, Entscheidungen und Weichenstellungen, die, was bisher galt, in Frage stellen. Es gilt, zur rechten Zeit die Kurve in eine neue Gegenwart zu nehmen und nicht Gewohnheiten folgend in der Vergangenheit abgehängt zu werden. Dabei muss faktisch gar nicht viel passieren. Es reicht, dass sich Kontexte und Beziehungen verschieben, so dass sich neue Perspektiven ergeben, denen Rechnung zu tragen ist.
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Brüche

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