Zeitblogger

Das Viele-Uhren-Prinzip

(english version)

Während technisch gefertigte Uhren die Zeit kontinuierlich über viele Größenordnungen – von der Millisekunde bis zum Kalenderjahr – anzeigen, ticken biologische Uhren anders. Es gibt viele verschiedene davon, die sehr spezifisch die Zeit jeweils nur in bestimmten Größenordnungen anzeigen. Der Neurowissenschaftler Dean Buonomano spricht von einer „Strategie unterschiedlicher Uhren für unterschiedliche Größenordnungen“ bei der Evolution des Gehirns: „Selbst die einfachsten digitalen Armbanduhren können Hunderstelsekunden, Sekunden, Minuten, Stunden, Tage und Monate exakt messen. Dagegen haben die zuständigen neuronalen Schaltkreise im Gehirn weder einen Stundenzeiger für die Taktung von Beethovens 5. Symphonie noch einen Minutenzeiger für die Bestimmung des Schlaf-Wach-Zyklus.“

Quellen:

Buonomano, Dean (2017), Your Brain is a Time Machine: The Neuroscience and Physics of Time.

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